Pressemitteilung der Schweizer Bischofskonferenz Freiburg i. Ü., 2. Januar 2026
Nach dem tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht zum 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, bekundet die Schweizer Bischofskonferenz ihre tiefe Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen von diesem Unglück betroffenen Menschen.
Botschaft des Heiligen Vaters
«Nach der Nachricht vom tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht vom 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, trauert Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. mit den Familien und der gesamten Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er möchte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl und seine Anteilnahme bekunden. Er bittet den Herrn, die Verstorbenen in seiner Wohnstätte des Friedens und des Lichts aufzunehmen und den Mut derer zu stärken, die in ihrem Herzen oder an ihrem Körper leiden. Möge die Mutter Gottes in ihrer Zärtlichkeit allen von diesem Drama betroffenen Menschen den Trost des Glaubens schenken und sie in der Hoffnung bewahren.» Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit beim Heiligen Stuhl
Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz
«Auch die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz sind angesichts der Schwere dieser Katastrophe zutiefst erschüttert, für die alle Opfer, für ihre Familien, die noch auf Informationen warten, aber auch für alle Mitarbeiter der Rettungsdienste. Alle unsere Kirchen können Orte der Unterstützung sein und sind in dieser schrecklichen Stunde Orte des Gebets.» +Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz
Spirituelle Initiativen und Gesten der Solidarität
Die eucharistische Anbetung findet den ganzen Tag über am Freitag, 2. Januar, in der Kirche von Montana statt.
Am morgigen Samstag wird dort nach der Messe um 18 Uhr der Rosenkranz gebetet.
Am Sonntag, 4. Januar, wird Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof der Diözese Sion, die Messe um 10 Uhr in der Kirche von Crans leiten und predigen (konzelebriert von Mgr. Charles Morerod, Präsident der SBK), in Anwesenheit der Verantwortlichen der reformierten Kirche: dem Pfarrer von Montana, dem Präsidenten des Synodalrats Stephan Kronbichler und dem Präsidenten der Schweizerischen Synode Gilles Cavin, die alle drei bereits am Donnerstagabend, dem 1. Januar, anwesend waren.
In der Diözese Sion wird heute Abend um 18 Uhr die Glocke als Zeichen der Trauer, der Solidarität und der Andacht läuten. Alle Schweizer Pfarreien sind eingeladen, sich dieser Geste im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzuschliessen.
Der Kanton Wallis hat eine offizielle Hotline eingerichtet: 0848 112 117
Im Verlauf von 2025 hat die römisch-katholische Kirche die Einführung wissenschaftlich abgestützter Assessments für angehende Seelsorgende gestartet. In einer Pilotphase wurden in sämtlichen Bistümern insgesamt 72 solcher Eignungsabklärungen durchgeführt. Diese wurden von Prof. Jérôme Endrass, Leiter Forschung & Entwicklung beim Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, und seinem Team konzipiert. Sämtliche Abklärungen und Gespräche werden von ausgewiesenen externen Fachpersonen durchgeführt. In Einzelfällen haben sich die diözesanen Verantwortlichen, entsprechend den Empfehlungen der Experten, gegen eine weitere Zusammenarbeit mit evaluierten Personen entschieden.
Der Bundesrat hat den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Anlass ist die Brandkatastrophe von Crans-Montana.
An diesem Tag :
– findet um 18.15 Uhr in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg eine Diözesanmesse statt, die für alle offen ist.
– sind die Pfarreien und Kultstätten eingeladen, Gebets- und Andachtszeiten anzubieten.
– um 14.00 Uhr werden in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken läuten: zunächst der Stundenschlag, anschliessend ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens und der landesweiten Verbundenheit.
Der Bundesrat und die christlichen Kirchen laden die Bevölkerung ein, diesen Moment dem Gedenken an die Verstorbenen, der Solidarität mit den Verletzten und ihren Angehörigen sowie dem Dank an alle Einsatzkräfte zu widmen, die mit grossem Engagement zur Bewältigung der Krise beitragen. Dazu gehören insbesondere die Rettungsdienste, Fachpersonen aus Medizin, Psychologie und Seelsorge sowie die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen.
Botschaft der SBK und Mitteilung der Diözese Sitten
Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz schliessen sich der Diözese Sitten an und bekunden ihre Verbundenheit nach dem Drama, das sich in der Neujahrsnacht in Crans-Montana ereignet hat.
Die SBK und die Diözese Sitten bekunden allen Opfern, ihren Angehörigen und Familien ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl. Diese Nacht, die eigentlich ein Fest sein sollte, hat sich für Hunderte von Menschen zu einer schrecklichen Katastrophe entwickelt. Unsere Gedanken und Gebete gelten allen Betroffenen.
Die Diözese dankt allen Personen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Opfer engagieren, sei es vor Ort oder in den verschiedenen Krankenhäusern: dem Pflegepersonal, der Polizei sowie den zivilen und Justizbehörden.
An diesem Tag, der in der katholischen Kirche traditionell dem Fest „Mariä, Mutter Gottes” und dem weltweiten Gebet für den Frieden gewidmet ist, beten wir dafür, dass die betroffenen Familien begleitet und unterstützt werden. Möge das Licht der Solidarität den dichten schwarzen Rauch dieses Dramas vertreiben. Wir vertrauen alle Opfer und ihre Angehörigen der Fürsorge der Jungfrau Maria an.
Die Westschweizer Zweigstelle des SPI (Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut, St. Gallen) veröffentlichte im Juni 2025 den Bericht „Spiritualität bei jungen Erwachsenen in der Westschweiz“. Ein Ergebnis wurde als überraschend empfunden: Junge praktizierende Katholiken sind häufiger Männer als Frauen, während Frauen eher gläubiger sind. Wir dürfen das Gefühl der Ablehnung seitens der Frauen nicht unterschätzen. Ein weiterer Punkt, den ich hervorheben möchte, ist, dass die Religionsausübung, aber auch das Interesse an spirituellen Fragen in der Stadt grösser ist als auf dem Land. Da ich mich viel in der Diözese bewege, stelle ich fest, dass die am stärksten frequentierten Kirchen vor allem in städtischen oder stadtnahen Gebieten zu finden sind und dass dort auch die meisten jungen Menschen anzutreffen sind. Junge Menschen, die andere in der Kirche treffen wollen, gehen dorthin, wo sie wissen, dass sie sie finden können: Dies entspricht der Priorität der pastoralen Zentren, die bereits existieren und wichtige Faktoren der Erneuerung sind. Manchmal können wir uns von der Beobachtung der Realität inspirieren lassen. Das hindert uns nicht daran, pastorale Impuls auf dem Land zu setzen.
Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, ernennt Aurelia Dénervaud-Pellizzari zur bischöflichen Beauftragten für die französischsprachige Bistumsregion Freiburg. Sie tritt die Nachfolge von Céline Ruffieux-Morel an, die seit Juni als Fachberaterin für Prävention und Intervention tätig ist. Der Bischof ernennt ausserdem Roberto de Col zum bischöflichen Beauftragten für Ökologie als Nachfolger von Dorothée Thévenaz Gygax. Die beiden neuen Beauftragten werden im Rahmen einer „Einsetzungsfeier” am Donnerstag, den 18. September, um 11.15 Uhr in der Christ-Königskirche in Freiburg in ihr Amt eingeführt.
Französischsprachige Bistumsregion Freiburg
Aurelia Dénervaud-Pellizzari vertritt ab heute und für eine Amtszeit von fünf Jahren den Bischof in der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg. Seit Dezember 2023 ist sie die Stellvertreterin der bisherigen bischöflichen Beauftragten und hat seit Oktober 2024 in deren Abwesenheit die Aufgaben wahrgenommen. Sie verfügt über grosse Fachkompetenz und praktische Kenntnisse des mit dieser Stelle verbundenen Bereichs. In ihrer Funktion als bischöfliche Beauftragte wird sie in enger Zusammenarbeit mit dem Bischof und der bischöflichen Beauftragten für die deutschsprachige Bistumsregion Freiburg die pastoralen Optionen des Bistums umsetzen und die Personal- und Pastoralkoordination in der Bistumsregion fortsetzen. Ab dem 1. Dezember 2025 wird Philippe Becquart als Stellvertreter der bischöflichen Beauftragten zum Leitungsteam stossen. Der Theologe, derzeit Leiter des Seelsorgeteams und Koordinator des Espace Maurice Zundel in Lausanne, wird so die Erfahrungen einbringen können, die er in den letzten drei Jahren in derselben Position für die Bistumsregion Waadt gesammelt hat.
Ökologie
In diesem Monat, der in den christlichen Kirchen der Schöpfung und ihrem Schutz gewidmet ist, ernennt Bischof Morerod Roberto De Col, derzeit Mitglied des Bischofsrats Ökologie, zu seinem Beauftragten in Fragen und Massnahmen im Zusammenhang mit der ganzheitlichen Ökologie. Dorothée Thévenaz Gygax gibt diese Aufgabe, welche sie seit 2021 wahrgenommen hat, ab, um sich stärker ihren neuen Aufgaben bei der Fastenaktion zu widmen, bleibt jedoch Mitglied des Bischofsrats Ökologie. Während ihrer Amtszeit und im Sinne von Laudato Si‘ haben sie und ihr Team verschiedene Arbeiten durchgeführt, die darauf abzielen, das Bistum beim ökologischen Wandel zu unterstützen. So haben sie u. A. einen Aktionsplan in fünf Bereichen erarbeitet, über den in Kürze kommuniziert werden wird.
Am Donnerstag, den 18. September 2025, findet um 11.15 Uhr in der Christ-Königskirche (Freiburg) eine Feier statt, zu der alle herzlich eingeladen sind, um die neuen bischöflichen Beauftragten zu begrüssen und die bisherigen dankend zu verabschieden.
Die verschiedenen bischöflichen Beauftragten finden Sie auf der Website des Bistums.
Einige Worte zu Aurelia Dénervaud-Pellizzari
Aurelia Dénervaud-Pellizzari, geboren 1993 und frisch verheiratet, arbeitet seit 2021 im Dienst der Kirche im Bistum, sowohl im Ordinariat als auch in der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg. Seit Dezember 2023 ist sie Stellvertreterin der bisherigen bischöflichen Beauftragten. Sie hat einen Master-Abschluss der Universität Neuenburg in Museumswissenschaften mit Schwerpunkt christliche Kunst und stellte ihre Kompetenzen in den Dienst von Kommissionen für sakrale Kunst (Kommission für sakrale Kunst der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg und Bischofsrat Sakrale Kunst) und engagierte sich in der Provenienzforschung. Im Anschluss an ihren Master-Abschluss beschäftigte sie sich im Liturgie-Institut der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg mit den Sanctoralen (Bücher, die Gebete für bestimmte Festtage enthalten) und Brevieren (Bücher, die alle zu bestimmten Tageszeiten zu verrichtende Gebete enthalten) der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg und vertiefte so ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet. Mit ihrer Mehrsprachigkeit (Französisch, Deutsch, Italienisch) verbindet sie akademische Expertise mit pastoralem Engagement. Sie freut sich darauf, diese neue Verantwortung im Dienst des kirchlichen Lebens zu übernehmen. (Foto: João Carita)
Einige Worte zu Roberto de Col
Roberto De Col, geboren 1981, verheiratet und Vater von drei Kindern, lebt in Mont-sur-Lausanne. Als pastoraler Laienmitarbeitender engagiert er sich seit fast zwanzig Jahren in der Kirche. Seine Laufbahn begann mit einem starken Engagement in der Jugendarbeit, zunächst als Jugendleiter, dann als Seelsorgender an einer Berufsschule und schliesslich als Leiter der Abteilung „15-25 Jahre (PASAJ)” der katholischen Kirche im Kanton Waadt. Seit drei Jahren ist er Leiter der Abteilung Solidarität. Dort koordiniert er ein Team von mehr als dreissig Seelsorgenden, die in den Bereichen Migration, Gefängnisse, untergebrachte Minderjährige, Strassenseelsorge, Landwirtschaft sowie ökologische und soziale Gerechtigkeit tätig sind. Er ist auch Mitglied des Notfallteams (ESU), das im Auftrag der Polizei tätig wird, um traumatisierte Menschen zu begleiten. Roberto hat eine kan. Lizenz in Theologie der Universität Strassburg, einen Master-Abschluss in Sozialwissenschaften der Universität Lausanne und einen CAS in „Grosse Herausforderungen und Leadership” der Ingenieursschule von Yverdon. Er ist Mitglied des Bischofsrats Ökologie seit dessen Gründung und engagiert sich mit ganzem Herzen in seiner neuen Funktion als bischöflichen Beauftragten für Ökologie. (Foto: Bernard Hallet / cath.ch)
Einige Worte zu Philippe Becquart
Philippe Becquart ist verheiratet und Vater von drei Kindern, Jurist und Absolvent des Institut d’Études politiques de Paris. 2003 erwarb er seine kan. Lizenz in Theologie an der Universität Freiburg. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät und unterrichtete anschliessend zehn Jahre lang Philosophie, Ethik und Religionswissenschaft an Freiburger Gymnasien. Er leitete von 2016 bis 2022 die Abteilung für Erwachsenenbildung der katholischen Kirche im Kanton Waadt (Ausbildung, spirituelles Leben, Familien- und Paarpastoral). Im Sommer 2022 wurde er von Bischof Morerod zum Stellvertreter bischöflichen Beauftragten für Bistumsregion Waadt ernannt mit der Aufgabe, die Abteilungen für Gesundheit, Jugend und Solidarität sowie die Ausbildungsprojekte zu begleiten. Er vertrat die Kirche an mehreren institutionellen Orten mit starken ökumenischen und interreligiösen Herausforderungen. Als Mitglied der Schweizerischen Synodalitätskommission seit Sommer 2024 hat Ph. Becquart die pastorale Umgestaltung der christlichen Gemeinschaften zur wichtigsten Herausforderung seiner Tätigkeit gemacht. Seit Februar 2025 ist er Koordinator der pastoralen Aktivitäten des Espace Maurice Zundel in Lausanne.
Papst Leo XIV. hat die Gläubigen aufgerufen, den 22. August, das Fest der Gottesmutter Maria Königin, im Zeichen von Fasten und Gebet für den Frieden zu begehen. Der Papst äußerte seinen Appell am Mittwoch am Ende der Generalaudienz im Vatikan. Weitere Informationen
Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, wird Marc-Olivier Girard am Sonntag, 6. Juli 2025, um 15.00 Uhr in der Kirche St-François d’Assise in Renens zum Priester weihen.
Marc-Olivier Girard wurde in Lausanne geboren und studierte an der Universität Lausanne (UNIL), wo er einen Master in Politikwissenschaften erwarb, bevor er 2017 in das Diözesanseminar (Givisiez) eintrat. Er studierte an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und absolviert derzeit sein Pastoralpraktikum in der Pfarrei St-François d’Assise in Renens (Interkulturelle Seelsorgeeinheit Renens-Bussigny).
Die letzten beiden Priesterweihen im Bistum fanden im Juni 2024 statt.
Diözesane Kommunikationsstelle
Zwei Priesterseminare im Bistum
Seminar des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg
Dieses Seminar bietet jungen Menschen aus den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Neuenburg, die Weltpriester werden möchten, eine Ausbildung an. Die Ausbildung dauert sechs Jahre und umfasst ein Jahr der Entscheidungsfindung, gefolgt von fünf Jahren Ausbildung im Seminar. Seit September 2012 befindet sich das Seminar im „Maison des séminaires” (franz.), einer neuen Einrichtung, in der mehrere Gemeinschaften zusammenkommen.
Diözesanes Internationales Missionsseminar Redemptoris Mater
Dieses Seminar (franz.) wurde 2018 von Bischof Charles Morerod gegründet. Es entspricht dem Wunsch von Papst Johannes Paul II., der in seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in Europa zum Ausdruck kam, Priester für die Neuevangelisierung auszubilden. Es hat seinen Sitz in Freiburg. Um den dringenden Bedürfnissen der Teilkirchen in Europa oder auf anderen Kontinenten gerecht zu werden, können die aus diesem Seminar hervorgegangenen und für die Neuevangelisierung ausgebildeten Priester, die im Bistum inkardiniert sind, in andere Bistümer entsandt werden.
Am Sonntag, den 29. Juni 2025, wird Grégory Solari um 10.30 Uhr von Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, in der Kirche Saint-François in Genf zum ständigen Diakon geweiht.
Grégory Solari, im Jahr 1965 in Genf geboren, verheiratet mit Isabelle und Vater von drei Kindern, Doktor in Philosophie, ist Dozent an der Universität Freiburg, Erwachsenenbildner für die Bistumsregion Waadt (Aus- und Weiterbildungsstelle SEFA) und Verlagsleiter des Verlags Ad Solem in Genf und Paris.
Dank seiner langjährigen Erfahrung im in der Lehre am Institut catholique de Paris, an den Universitäten Freiburg und Genf und als Mitarbeiter des Instituts Philanthropos wird Grégory Solari als Diakon weiterhin im Bildungsbereich tätig sein. Er wird insbesondere in der Pfarrei Saint-François de Sales in Genf predigen.
Diözesane Kommunikationsstelle
EINE BERUFUNG ZUM DIENEN
Das Wort Diakon ist die Übersetzung des griechischen Wortes diakonos, das Diener bedeutet. Der Diakon ist ein Getaufter, der das Sakrament der Weihe empfangen hat, um sich in der Kirche zu engagieren, nach dem Vorbild Christi, der „nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mt 20,28).
Er lebt sein Engagement in Gemeinschaft mit dem Bischof, von dem er seine Sendung erhält, und in Zusammenarbeit mit den Priestern und Laien. Durch sein hingegebenes Leben erinnert er daran, dass die Kirche selbst dazu berufen ist, ganz „diakonisch“, d.h. in der Haltung des Dienens, zu sein. Dieser Dienst ist untrennbar Dienst an Gott und an den Menschen.
Im Rahmen der vorrangigen Aufgabe der Prävention ernennt Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Céline Ruffieux, die aktuelle bischöfliche Beauftragte für den französischsprachigen Teil des Kanton Freiburg, per 1. Juni 2025 zur „Fachberaterin für Prävention und Intervention“. Die Psychologin wird damit dem diözesanen Präventionsteam beitreten und ihre seit 2021 ausgeübte Funktion als bischöfliche Beauftragte niederlegen.
Nach einer krankheitsbedingten Auszeit von Oktober 2024 bis Mai 2025, die sie zur Bewältigung der Folgen eines Autounfalls benötigte, nimmt C. Ruffieux im Juni 2025 eine neue, besondere Aufgabe an. Als Mitglied des Bischofsrats für Prävention wird sie neben anderen Mitgliedern wie Lia Lopez und Rita Menoud verschiedene Aufgaben im Bereich der Weiterbildung, Bewertung und Begleitung übernehmen, eine Funktion, die sie zu 100% ausüben wird. Sie wird direkt Bischof Morerod und Mari Carmen Avila, der Beauftragten des Bischofs für die Prävention, unterstellt sein und eng mit den beiden Freiburger Bistumsregionen zusammenarbeiten.
Bischof Morerod freut sich, dass C. Ruffieux dieser Anpassung zugestimmt hat, und bekräftigt sein volles Vertrauen in sie.
Was die Aufgabe der bischöflichen Beauftragten für den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg betrifft, so wird Aurelia Pellizzari, Stellvertreterin, diese Funktion bis zum Ende des Pastoraljahres weiterhin wahrnehmen. Eine neue Ernennung wird zu Beginn des neuen Pastoraljahres erfolgen.
Prävention hat oberste Priorität, und die Herausforderungen sind gross. Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass Situationen, die nicht ausreichend begleitet und eingeordnet wurden, täglich Auswirkungen auf das gesamte Bistum haben und die Arbeit der bischöflichen Beauftragten erschweren. Diese Erkenntnis macht es erforderlich, vorhandene Ressourcen zu erschliessen. Die Kompetenzen von C. Ruffieux, die in ihrer bisherigen Arbeit anerkannt wurden, sind notwendig. Sie wird somit im Vorfeld Fragen der Begleitung von Personen, Kriseninterventionen und Mediationen übernehmen.
Für den Kanton Waadt gibt es bereits eine ähnliche Stelle, die durch Blandine Charles, Psychologin und ebenfalls Mitglied des Bischofsrats Prävention, besetzt ist.